Neuer Eintrag in Bücher-Blog: “Fremder in einem fremden Land” von Robert A. Heinlein
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“Sibirische Verhältnisse” in Irland? Titelt zumindest die “taz” :-)
http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/sibirische-verhaeltnisse/
Als Exil-Deutscher in Dublin kann ich da nur aus vollstem Herzen zustimmen. Bei jeder Zeile.
Dieses bescheuerte Volk… verlegt Wasserleitungen wie in einem Karibik-Staat, und bei -5 Grad platzen die Rohre an allen Ecken und Enden.
Und vor Angst, dass Rohre platzen, haben wohl tausende von Iren das Wasser zu Hause einfach laufen lassen, tagelang.
Es gibt ja in Irland (zumindest im Großraum Dublin) keine Wassergebühren, Wasser ist also kostenlos. Ergebnis: Wassermangel! Auch vor unserem Supermarkt steht inzwischen ein Tanklastwagen,
der Notrationen an Wasser verteilt. Bei vielen meiner Kollegen gibt es seit gestern wegen des geringen Wasserdrucks kein Leitungswasser mehr.
Entwicklungsland…
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Ach, Stuttgart!
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,668624,00.html
“Stuttgart ist die meistunterschätzte Stadt Deutschlands” – wie wahr!
Zu denken dass ich einst in der Wielandshöhe essen durfte, ohne zu ahnen wohin es mich verschlagen hatte: als Dolmetscher für japanische Geschäftsleute der Firma Eberspächer sassen wir mit am Tisch, und meinen Eltern sind am nächsten Tag die Ohren beinahe abgefallen: “WAS?!? Ihr wart essen bei Klink?”
Lecker wars! Und: der beste Rotwein den ich je hatte, und der war aus Württemberg…. heftig…
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Winterchaos in Irland
http://www.rte.ie/news/2010/0107/weather.html
Es ist schon ulkig, was hierzulande ein bisschen Schnee und Kälte anrichten können.
Seit ein paar Tagen ist es so richtig kalt geworden, die Temperaturen waren letzte Nach sogar bei -8° (!), in der Tat die kälteste Temperatur seit wir in Irland leben.
Gestern bereits entstand in Dublin ein wahres Verkehrschaos. Da fallen mal 3 Schneeflocken und schon liegt der gesamte Verkehr lahm: keine Busse fahren mehr, die Autos kommen nur langsam und schleppend voran. Und da hier kein richtiger Winterdienst existiert, sind alle Gehwege und Strassen eisglatt, man bleibt also am Besten zu Hause.
Sogar Schulen schliessen im ganzen Land, und Flughäfen… nur meine Bahn fährt weiterhin pünktlich, bin schon gespannt wann die auch ausfällt wegen Eisglätte auf den Schienen
Angst habe ich nur vor meiner nächsten Gasrechnung. Wegen der nicht vorhandenen Isolation unseres Hauses haben wir die Heizung inzwischen fast im Dauerbetrieb, ich schätze die nächste Rechnung wird so im 500 – 600 Euro-Bereich liegen (für Dezember und Januar). Juchhei, wieder kein Geld zum nach Deutschland fliegen…
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Datenschutz in Deutschland – Adieu!
Die Piratenpartei Deutschland weisst in einem aktuellen Beitrag fundiert darauf hin, dass ab dem 1.1.2010 die Privatsphäre in Deutschland um weitere tiefgreifende Rechte beschnitten wurde.
Der interessierte Besucher lese hier selbst: ELENA – ein tiefer Einschnitt in die informationelle Selbstbestimmung
Tja, die Gründe für ein Wiedereinwandern nach Deutschland halten sich beständig die Waage mit den Gründen, Irland schnellstmöglich wieder zu verlassen…
Wahrscheinlich würde es sinnvoller sein, Dänisch zu lernen und Kopenhagen als nächste Destination anzupeilen
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Neue Rezension in meinem Bücher-Blog: Orhan Pamuks “Schnee”
Soeben habe ich eine Rezension über Orhan Pamuks Roman “Schnee” geschrieben, zu finden hier:
http://biblioversum.blogspot.com/2009/12/orhan-pamuk-schnee-kar.html
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Kapitalismus erreicht Vogelwelt!
Als ich am Weihnachtstag während der Zubereitung unserer diversen Speisen aus dem Küchenfenster blickte, sah ich ein Amselpärchen um unser Auto herumhüpfen, auf der Suche nach etwas essbarem. Auch das Stück Grün links vom Auto grasten die beiden Vögel ab.
Mir fiel spontan ein, dass ich noch “Meisenknödel” vom letzten Jahr übrig hatte und hab einen davon direkt ins Grün neben das Auto gelegt – schließlich sollen sich zu Weihnachten nicht nur die Menschen den Bauch vollschlagen.
Das Futter wurde begeistert aufgenommen, auch heute morgen noch war das Amselpärchen vollauf damit beschäftigt, den Futterball zu bearbeiten. Als ich beim Kaffeekochen einen Blick auf das Treiben vor meinem Küchenfenster warf stellte ich jedoch mit Erstaunen fest, dass neben dem Meisenknödel nun auch ein kleines Geldstück lag.
Hatten die Vögel mich bezahlt? Hat sich ein Nachbar einen Scherz erlaubt?
Nein, ich denke die Wahrheit ist ganz und gar erschreckend: der Ungeist des Kapitalismus hat nun auch die Welt der Vögel erreicht!
Vorbei ists mit lustigem Tirillieren und Singen kostenlos. Nur noch gegen bare Münze (oder Futter, das muss noch per Experiment herausgefunden werden) sind unsere gefiederten Freunde von einst dazu bereit, uns mit ihrem Gesang zu erfreuen.
Im Gegenzug dürfen spendable Zeitgenossen mit Kleingeld rechnen, denn umsonst nehmen die Nachfahren der Dinosaurier keine Futteralien mehr an. Das “bessere System” hat nun auch die Tiere überzeugt… *seufz*
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Enttäuschende Weihnachts-Ansprachen
Die Weihnachts-Ansprache der Bischöfe von Armagh für Irland und der Queen für Großbritannien waren dieses Jahr relativ enttäuschend.
Vor allem die irischen Bischöfe enttäuschten auf ganzer Linie.
Nicht nur dass die Greise unsicher in die Kamera blickten, sie sprachen lieber über die Rezession und die Wiederentdeckung der Armut im Land, anstatt das Thema “Kindesmißbrauch durch kranke Priester” auch nur anzudeuten.
Sie betonten die Wichtigkeit von Vertrauen und Menschlichkeit, Solidarität etc… und wurden dann dabei gezeigt, wie sie in Dundalk soziale Einrichtungen besuchten etc… – so als wäre nichts geschehen.
Ich habe inzwischen gehört dass der Bischof von Armagh zumindest in der Christmette in Dundalk klar Stellung bezogen hat und die Gläubigen dazu aufrief, die Kirche zu erneuern etc… – aber ich hätte mir solche Worte gerade in der offiziellen TV-Ansprache zum Julfest gewünscht.
Ebenso enttäuschend (da indirekt) war die Weihnachts-Ansprache der Queen auf BBC. Auch sie hat lediglich die Rezession beim Namen genannt, sich ansonsten aber in indirekten Floskeln zum Wert des Commonwealth verloren. Natürlich, die Queen ist ja dafür bekannt, dass sie die Dinge nicht direkt anspricht sondern darauf baut, dass die Interpreten ihrer Reden schlau genug sind, um zwischen den Zeilen zu lesen.
England sah im Jahr 2009 ausser der Rezession ja v.a. das Erstarken einer extrem rechtsradikalen Partei. Die “BNP – British National Party” proklamiert z.B. die Überlegenheit der weißen Rasse gegenüber allen anderen Rassen, und macht mehr oder weniger direkt klar, dass sie Engländer nicht-weißer Hautfarbe für Engländer zweiter Klasse bzw. eben NICHT für Engländer hält.
Die Queen hat in ihrer Ansprache wohl deshalb so stark auf die Wichtigkeit des Commonwealth hingewiesen, es waren Video-Ausschnitte von ihren Besuchen in Südafrika und Trinidad & Tobago zu sehen, wo schwarze Commonwealth-Musiker auf Calypso-Trommeln “God Save the Queen” spielten. Sie wies explizit darauf hin, dass die Werte des Commonwealth Unterschiede in Religion, Nationalität oder Rasse überwinden. Und dass es Teil des christlichen Wertesystems sei, anderen stets eine helfende Hand auszustrecken, egal wer oder woher sie sind.
Alles in allem war die Ansprach der Queen überzeugender und tiefgründer als das floskenhafte Gebabbel der irischen Bischöfe.
Was mich nun interessieren würde ist, ob die Iren dieses Jahr insgesamt weniger zahlreich zu den Christmetten erschienen sind als in den letzten Jahren.
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Weihnachtstags-Brand in Irland: St. Mel’s Kathedrale in Longford ausgebrannt
http://www.irishcentral.com/news/Fire-destroys-Irish-national-treasures–80130807.html
Immer wenn ich aufhöre, an Karma zu glauben, begegnet es mir wieder.
Was soll ich sagen? Geschiet einer totalitären Organisation wie der rk-Kirche eigentlich ganz recht, dass ihr Führer im Ritus gestört und ihre Gebäude zerstört werden.
Natürlich ist es unter historisch-künstlerisch-kulturwissenschaftlichen Aspekten eine Tragödie, dass so alte Glasfenster und Ritualgegenstände daran glauben mussten.
Aber wer Kinder über Generationen hinweg zu tausenden Mißbraucht, dem sollte eigentlich noch viel schlimmeres angetan werden.
Merry Christmas!
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Neue Rezension in meinem Bücher-Blog!
Alice Seibolds Roman “In meinem Himmel” (Originaltitel: “The lovely Bones”) wurde inzwischen von Peter Jackson verfilmt und läuft hier in Irland bereits im Kino.
Meine 2 Cents zum Buch gibt es hier:
http://biblioversum.blogspot.com/2009/12/alice-seibold-in-meinem-himmel-lovely.html
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